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Die Corona-Pandemie hat auch den Betrieb an den sechs Ausbildungs-standorten der Kreisbrandinspektion Altötting seit vielen Monaten zum Erliegen gebracht. Vergangene Woche konnte unter der Einhaltung strenger Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen, wieder der erste Lehrgang für Atemschutzgeräteträger an der Kreisausbildungsstelle bei der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen stattfinden.

Lehrgangsleiter und Kreisbrandinspektor Johann Bernhard hatte gemeinsam mit seinem achtköpfigen Ausbilderteam ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet, welches die Durchführung des Lehrgangs vertretbar gemacht hat. Neben einer Reduzierung der Teilnehmerzahl auf 18 und einer Separierung in Kleingruppen, fanden selbstverständlich auch die zum gewohnten Standard gewordenen Hygienemaßnahmen, wie das ständige Tragen von FFP2-Masken, das Desinfizieren von Oberflächen oder die Einhaltung von Mindestabständen Anwendung. „Zusätzliche Sicherheit bekamen wir durch Corona-Schnelltests“, erklärt KBI Bernhard. Teilnehmer und Ausbilder wurden während der 23 Ausbildungsstunden, welche sich auf fünf Tage verteilen, nämlich in hoher Frequenz getestet. Eine große Herausforderung war es, den Lehrgang, bei welchem die Teilnehmer den Umgang mit dem schweren Atemschutz erlernen, mit allen Ausbildungsinhalten aus Theorie- und Praxisteil, im gewohnten Umfang durchzuführen. Da in Burghausen die gasbefeuerte Brandsimulationsanlage des Freistaates für den Regierungsbezirk Oberbayern steht, haben die Teilnehmer schon während des Lehrgangs die Möglichkeit, Echtfeuer zu bekämpfen und das Erlernte unter Aufsicht anzuwenden. Auch muss bei völliger Dunkelheit die Atemschutz-übungsstrecke mit Kriechbereich, zahlreichen Hindernissen und Hitzezo-nen absolviert werden, ehe die Belastungsübung durch körperliche Ertüchtigung auf verschiedenen Ergometern vervollständigt wird. Bei der praktischen Abschlussprüfung wird ein Realeinsatz in der Bandsimulationsanlage abgearbeitet, bei welchem auch ein Notfall bei einem eingesetzten Atemschutzgeräteträger simuliert wird und dessen Rettung durch einen Sicherungstrupp erfolgt. Das große Engagement der Teilnehmer während der gesamten Lehrgangsdauer führte dazu, dass am Ende alle die Prüfung erfolgreich bestanden haben. „Die Teilnehmer konnten gut mit dem durch Corona geänderten Ablauf umgehen und zeigten sich froh, endlich wieder eine Ausbildung durchlaufen zu dürfen“ erklärt KBI Bernhard weiter.

Positiv zeigt sich auch Kreisbrandrat Franz Haringer, welcher die Feuer-wehr hinsichtlich der Stilllegung des Ausbildungsbetriebs stark einge-schränkt sieht. „Die Feuerwehren im Landkreis Altötting benötigen einen kontinuierlichen Zufluss gut ausgebildeter Ehrenamtlicher, um auch künf-tig den ständig steigenden Herausforderungen bei ihren Einsätzen gerecht werden zu können“, so Haringer. Auf Dauer sei es deshalb nicht vertretbar, den Ausbildungsbetrieb völlig einzustellen. „Aus diesem Grund plädiere ich auch für die Wiederaufnahme eines moderaten Ausbildungsbetriebs unter der Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts an allen anderen Kreisausbildungsstellen“, so KBR Haringer abschließend.

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