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Am vergangenen Wochenende fand erstmals ein von der Kreisbrandinspektion organisierter Praxislehrgang für Führer von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr in Tüßling statt.

Ideengeber waren hierzu Kreisbrandrat Franz Haringer und Kreisbrandmeister Patrick Völkl gleichermaßen. „Es passieren leider immer wieder Verkehrsunfälle im Einsatzdienst. Um dem entgegenzuwirken, haben wir dieses Fahrpraxisseminar ins Leben gerufen“, erklärt KBR Haringer. Die Wahl auf Tüßling als Ausbildungsstandort und KBM Völkl als Verantwortlichen fiel dabei nicht zufällig. In der Tüßlinger Wehr beschäftigt man sich schon sehr lange intensiv mit diesem Thema und verfügt mit dem neuen Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet zudem über optimale Rahmenbedingungen, um dort die praktische Ausbildung durchführen zu können. Ein Team von sieben Ausbildern, 20 Lehrgangsteilnehmer und zehn Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis gingen nun am Freitag und Samstag an den Start, um das neue Ausbildungsangebot im Rahmen eines Pilotlehrganges zu erproben. Die Riege der Ausbilder ist hierbei über alle Themengebiete fachlich ausgewogen besetzt. Polizeihauptkommissar Andreas Hinterschwepfinger, welcher sich in seiner Freizeit selbst in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, vermittelt bspw. im Theorieteil wichtige Rechtsgrundlagen beim Gebrauch von Sonder- und Wegerechten. Fahrlehrer Holger Stelz ergänzt das Ausbilderteam als externer Referent.

Nach dem theoretischen Teil warten sechs praktische Ausbildungsstationen auf die Lehrgangsteilnehmer, an denen sie ihre Fahrpraxis und Kenntnisse im Umgang mit dem Einsatzfahrzeug vertiefen können. Neben Fahren im beengten Raum, Kennenlernen des Fahrzeugs mit seinen Abmessungen, verschiedenen Parkmanövern und dem Durchführen einer Abfahrtskontrolle, stehen auch Berganfahren und Bergrückwärtsfahren auf dem Ausbildungsplan. Eine weitere Besonderheit ist das Fahren im Verband mit jeweils fünf Fahrzeugen als geschlossene Einheit unter Sondersignalgebrauch durch den ganzen Landkreis. „Fahren im Verband findet bspw. bei der Aussendung eines überörtlichen Hilfskontingentes Anwendung, wie dies zuletzt im August bei der Hochwasserlage im Landkreis Berchtesgadener Land der Fall war“, erklärt Lehrgangsleiter und KBM Patrick Völkl.

Die wichtige Bedeutung der Ausbildungsarbeit mit ihrer gesellschaftlichen Tragweite wurde auch von Seiten der Sparkasse Altötting-Mühldorf erkannt. So überreichte deren Vertreter Johannes Sigrüner einen symbolischen Scheck in Höhe von 1.250 € an Kreisbrandrat Franz Haringer. Mit den Finanzmitteln wurden Ausrüstungsgegenstände, wie bspw. Pylonen oder Absperrmaterial für den Lehrgang beschafft.

Nach den anderthalb Tagen des Pilotlehrgangs zogen alle Beteiligten ein äußerst positives Fazit. Zukünftig wird dieses Fahrpraxisseminar fester Bestandteil im Angebot der Kreisausbildung der Feuerwehr sein und dreimal jährlich stattfinden. Auch der sogenannte „Feuerwehrführerschein“ soll künftig von KBM Patrick Völkl abgenommen werden. Diese eigens für die Freiwilligen Feuerwehren ins Leben gerufene Fahrlizenz befähigt Führerscheinbesitzer der Klasse B, zum Führen eines Einsatzfahrzeuges bis 7,5 t Gesamtgewicht. Dies setzt eine entsprechende Weiterbildung und das Bestehen einer praktischen Prüfung voraus.

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