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Am 11. April fand die Frühjahrsdienstversammlung der Kommandanten in Kirchweidach statt. Kreisbrandrat Franz Haringer konnte bei seiner Begrüßung auf einen bis auf den letzten Platz gefüllten Saal blicken.

Neben Führungskräften aller Wehren des Landkreises, waren auch zahlreiche Ehrengäste der Einladung gefolgt. Unter ihnen befanden sich etwa Altöttings Landrat Erwin Schneider, zahlreiche Bürgermeister sowie Vertreter anderer Einrichtungen und Organisationen des täglichen Miteinanders. Für KBR Haringer, welcher am 1. März die Nachfolge von Werner Huber angetreten hat, war es die erste Dienstversammlung seiner Amtszeit, weshalb er sich der Versammlung kurz vorstellte.


Anschließend gedachte man im Totengedenken den Verstorbenen der Wehr. Im zurückliegenden Jahr musste man von Ehrenkreisbrandmeister Max Henghuber für immer Abschied nehmen. Kirchweidachs Bürgermeister Johann Krumbachner freute sich, dass die versammelte Führung der Feuerwehren des Landkreises Altötting an diesem Abend in seine Gemeinde gekommen war, und stellte diese kurz vor.


KBR Franz Haringer informierte im Bericht des Kreisbrandrates über Kennzahlen aus dem vergangenen Jahr. Die 38 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises mussten im Jahr 2018 zu 1.691 Einsätzen ausrücken. Diese gliedern sich in 239 Brände, 813 technische Hilfeleistungen, 26 Gefahrstoffeinsätze, 153 Fehlalarmierungen, 137 Sicherheitswachen und 232 sonstige Tätigkeiten. In Summe wurden von den ehrenamtlich Feuerwehrdienstleistenden 29.829 Stunden im Einsatzdienst aufgebracht. Die fünf Werkfeuerwehren mussten 1.538 Einsätze mit einem Aufwand von 9.266 Stunden bewältigen.


Um auch weiterhin qualifiziert Hilfe leisten zu können, nahm das Thema Aus- und Weiterbildung im zurückliegenden Jahr wieder einen hohen Stellenwert ein. Neben den zahlreichen Ausbildungen in den Heimatfeuerwehren, absolvierten 1.989 Teilnehmer einen der elf Lehrgänge an den Kreisausbildungsstellen. Eine Aus- oder Weiterbildung an den Staatlichen Feuerwehrschulen konnten 97 Teilnehmer durchlaufen.


Bedenkliche Zahlen lieferte Kreisjugendwart Rupert Maier im Jahresbericht der Kreisjugendfeuerwehr. So sank die Anzahl der Mitglieder der 35 Jugendfeuerwehren erneut. Gehörten im Jahr 2017 noch 461 Jugendliche einer der Jugendwehren an, so waren dies im Vorjahr nur noch 446, was einen Rückgang im zweiten Jahr in Folge von über 3 % bedeutet. Nichts desto trotz durchliefen die Nachwuchskräfte wieder zahlreiche Ausbildungen. Den Wissenstest absolvierten 161 Teilnehmer, die Jugendflamme wurde 18 mal abgelegt und der Jugendleistungsprüfung stellten sich 76 Jugendliche erfolgreich. Ein Meilenstein war die Gründung der „FEIA-SANIS“ in Emmerting, wobei es sich um eine gemeinsame Kindergruppe der örtlichen Feuerwehr und BRK-Bereitschaft handelt. Nach insgesamt 24 Jahren Arbeit in der Kreisjugendfeuerwehr war es der letzte Rechenschaftsbericht von Kreisjugendwart Rupert Maier. „Anhand der aktuellen Zahlen kann ich die örtlichen Feuerwehren nur dazu aufrufen, den Fokus verstärkt auf die Jugendarbeit zu setzen und den sinkenden Mitgliederzahlen entgegen zu wirken“, so Maier abschließend.


Als Gastredner informierte KBI Christian Nitschke von der Kreisbrandinspektion Pfaffenhofen die Versammlung über die Geschehnisse bei der Detonation in einer Raffinerie in Vohburg und gab in einem einstündigen Vortrag imposant einen Einblick in den chronologischen Ablauf und die feuerwehrtechnischen Maßnahmen dieses Großschadensfalles.


Personelle Veränderungen bestimmten den weiteren Ablauf des Abends. Die seit Kurzem im Amt befindlichen Ersten Kommandanten Florian Hobmeier (FF Burghausen), Christian Mitterer (FF Kastl), Thomas Schallmoser (FF Tüßling), Markus Fraunhofer (FF Neukirchen) und Florian Lechner (FF Raitenhaslach) stellten sich der Versammlung ebenso vor, wie die neuen Kreisbrandmeister Vincenzo Bucci und Johannes Baumer.
Kassier Thomas Halmbacher gab im Anschluss einen Überblick über die Kassenbewegungen im letzten Jahr. Revisor Helmut Baumgartner bestätigte eine vorbildliche Kassenführung, woraufhin die Vorstandschaft entlastet wurde.
Im Anschluss wurden verdiente Kameraden ausgezeichnet. Hans Killinger engagiert sich seit 30 Jahren in der Basisausbildung bei der FF Emmerting. Den gleichen Zeitraum ist Thomas Hatheier bei der FF Burghausen in der Atemschutzbildung aktiv. KBI Johann Bernhard wurde für seine 20-jährige Tätigkeit in der Atemschutzausbildung mit dem Goldenen Ehrenkreuz des LFV ausgezeichnet. Für die 40-jährige Dienstzeit wurde Rupert Gruber (FF Nonnberg) das Feuerwehr-Ehrenzeichen verliehen. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielt Erwin Kaiser (FF Endlkirchen). Die Schiedsrichter KBM Helmut Kreupl, KBM Stefan Schick und Robert Stey wurden von Kreisjugendwart Rupert Maier für ihr langjähriges Engagement mit der Ehrennadel der Kreisjugendfeuerwehr ausgezeichnet.


Landrat Erwin Schneider dankte den Feuerwehren in seinem Grußwort für ihren fortwährenden Einsatz am Nächsten und hob Investitionen von Kreisseite hervor. So steht eine vom Kreis beschaffte Drohne kurz vor der Auslieferung an die FF Burgkirchen. Zudem werden in den nächsten Jahren für ein Gesamtinvestitionsvolumen von 674 T€ drei Wechselladerfahrzeuge mit Abrollbehältern beschafft und den Freiwilligen Feuerwehren im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt. „Gerade der Vortrag des Raffinerieunglücks von Vohburg bestärkt uns darin, dass es wichtig ist, unsere Feuerwehren gut gerüstet zu sehen“, so Landrat Schneider abschließend.

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